Vortragsprogramm

Forscherinnen und Forscher geben einen Einblick in ihr Fachgebiet. Die Vorträge sind öffentlich und kostenlos und beinhalten einen vorgängigen Apéro. Bei Vorträgen im Museum.BL in Liestal sind Zuhörer jeweils ab 18:00 herzlich eingeladen, kostenlos die Ausstellung "Wildes Baselbiet" zum Thema Biodiversität zu besuchen.

Das Vortragsprogramm kann als pdf heruntergeladen werden.

 

Bitte beachten Sie auch das Vortragsprogramm unserer Schwestergesellschaft, der Naturforschenden Gesellschaft in Basel NGiB (Programm ansehen).

 

Datum, Ort

Vortrag

Die Massnahmen betreffend Covid-19 sind aufgehoben.

 

Bei den Vorträgen wird wieder ein Apero offeriert.

18.11.2021 (Do)

19.00

Museum BL

Fallstricke bei Medienberichten zu Tests und Messungen

 

Felix Straumann, Wissenschaftsjournalist, Tamedia

 

In den Medien spielen Tests und Messungen selten die Hauptrolle. Das hat sich mit der Corona-Pandemie in kurzer Zeit geändert. Die Zuverlässigkeit und konkrete Interpretation von Testresultaten gerieten überraschend in den Fokus. Als Journalist, der über Wissenschaft und Medizin schreibt, musste man sich aber immer schon davor der Möglichkeiten und Grenzen von Messverfahren bewusst sein, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ein Streifzug durch Recherchen zu Bioresonanz, Krebsscreenings, vorgeburtlichen Tests, Vitaminspiegel und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten.

 

 

2.12.2021 (Do)

19.00

Museum BL

Der Bosco Verticale in Mailand

Foto: Tiziano Verasani

Ueberhitzung des Siedlungsraumes - Was können wir dagegen tun und helfen uns Begrünungsmassnahmen?

 

Tiziano Verasani, Bauingenieur-Student, ETH Zürich

 

Die Sommer werden aufgrund der Klimakrise immer heisser. Wir erleben immer längere Hitze-wellen und Trockenperioden, sowie intensive Starkniederschläge. All diese Wetterextrema treffen vor allem die urbanen Zentren. Und gerade diese Orte sind am schlechtesten für die Zukunft gewappnet. Grund dafür sind die verdichteten Ortskerne und die versiegelten Böden. Zudem kommt es in Städten zum sogenannten Wärmeinseleffekt. Dieser Effekt führt zu einer Ueberhitzung der Siedlungsräume, welche die Lebensqualität und die Gesundheit der Bevölkerung immens beeinträchtigt.

Der Vortrag von Tiziano Verasani kann als pdf heruntergeladen werden.

 

18.01.2022 (Di)

19.30

Gymnasium Laufen

Foto: Werner Janz

 

50 Jahre Höhlenforschung im Gebiet "Sieben Hengste" - Hohgant BE

 

Werner Janz, Höhlenforscher, Schweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung (SGH)

 

Die Region zwischen Thunersee und Hohgant gehört weltweit zu den bedeutendsten Höhlen-gebieten. Hier befinden sich mehrere grosse Höhlensysteme mit einer heute bekannten Ganglänge von insgesamt 340 km. Während unsere Berglandschaften vom Boden oder von der Luft aus einsehbar sind, bleiben die unterirdischen Landschaften so lange verborgen, bis sie Stück um Stück durch systematische Höhlenforschung in Form von Bildern und Karten sichtbar gemacht werden. So verschieden die Höhlen sind, so verschieden sind auch die Methoden der Hölenforschung. In diesem Vortrag wird das Gebiet vom Hohgant bis Thunersee aus der Sicht von 50 Jahren Höhlenforschung vorgestellt.

 

 

17.03.2022 (Do)

19.00

Museum BL

Treffpunkt Höhle - Nutzung unterirdischer Quartiere durch Fledermäuse

im Kanton Baselland

 

Céline Martinez-Ernst, Kantonale Fledermausschutzbeauftragte BL

 

Im Kanton Baselland existiert eine Vielzahl von Höhlen, welche gerne von Fledermäusen besucht werden. Wozu die Tiere die Höhlen jeweils nutzen und welche Fledermausarten in den jeweiligen Höhlen vorkommen war bisher wenig bekannt. Aus diesem Grund wurden im

Kanton BL die Höhleneingänge von vier Höhlen mit einer "Fotofalle" ausgestattet, um die ausfliegenden Fledermäuse zu erfassen. Am Computer wurden die Fotos begutachtet und die fotografierten Fledermausarten bestimmt sowie die Daten zu den Fotos ausgewertet. Drei der Höhlen wurden jeweils im Frühling überwacht, die "Tüüfels-Chuchi" in Wenslingen ein ganzes Jahr lang. Dieses Projekt wurde von der NGBL mitfinanziert. Eine Analyse der Daten bringt (mehr) Licht ins Dunkel zum aktuellen Vorkommen und der Verbreitung verschiedener Fledermausarten in der Region, zu deren Verhalten und zur Nutzung von Höhlen durch verschiedene Arten im Jahresverlauf.

 

 

 

 

30.03.2022 (Mi)

19.00

Museum BL

Laubfroschpaar

(Hyala arbrea)

Foto Heinz Durrer

18 Uhr: Mitgliederversammlung

19 Uhr: Oeffentliche Verleihung des Franz Leuthardt Preises der NGBL mit Vortrag und Apero.

 

Genau zwei Jahre ist es nun her, dass wir unsere Mitgliederversammlung und die Verleihung des Franz Leuthardt-Preises 2020 aufgrund der Pandemie absagen mussten. Der traditionelle Vortrag des Preisträgers wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Nun ist es endlich soweit: Am 30. März 2022 holen wir die Verleihung des Franz Leuthardt-Preises nach. Unser Preisträger 2020, der Amphibienschützer und Naturschutzpionier Prof. Dr. Heinz Durrer wird uns einen Einblick in sein bewegtes Forscherleben geben. Im Anschluss an die Preisverleihung und den Vortrag, lädt die NGBL zu einem Apéro ein.

 

VOM ELEKTRONENMIKROSKOP ZUM AMPHIBIENSCHUTZ – EINBLICK IN EIN FORSCHERLEBEN

Museum.BL, Zeughausplatz 28, Liestal Prof. Dr. Heinz Durrer, Universität Basel

Die Schillerfarben der Vogelfedern sind eines der auffälligsten Phänomene im Tierreich. Doch die feinen Strukturen im Inneren der Federn blieben lange unentdeckt. Sie sind nur im Elektronenmikroskop zu sehen. Heinz Durrer entdeckte und beschrieb 19 verschiedene Strukturen. Im Vergleich zeigten sich Gemeinsamkeiten bei nicht verwandten Arten und Unterschiede innerhalb einer Familie. Ein Rätsel für den Evolutionsforscher. Trotzdem verliess Heinz Durrer dieses Forschungsgebiet und wandte sich dem restaurierenden Naturschutz zu. Er baute 22 Biotope um Basel und erforschte die Lebensbedingungen der Amphibien sowie diverse Methoden zur Hege und Pflege von Naturlandschaften, u.a. durch die Beweidung mit dem Schottischen Hochlandrind, insbesondere in der „Petite Camargue Alsacienne“(F). Wenn er dem Konzert der wiederangesiedelten Laubfrösche im neu erstellten Weiherbiotop lauscht, erfüllt ihn heute die gleiche Faszination, wie bei der Entdeckung einer neuen Schillerstruktur.

In seinem Vortrag gibt uns Heinz Durrer einen Einblick in seine vielfältige Forschungsarbeit.

 

 


 

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