Vortragsprogramm

Forscherinnen und Forscher geben einen Einblick in ihr Fachgebiet. Die Vorträge sind öffentlich und kostenlos und beinhalten einen vorgängigen Apéro. Bei Vorträgen im Museum.BL in Liestal sind Zuhörer jeweils ab 18:00 herzlich eingeladen, kostenlos die Ausstellung "Wildes Baselbiet" zum Thema Biodiversität zu besuchen.

Das Vortragsprogramm kann als pdf heruntergeladen werden.

 

Bitte beachten Sie auch das Vortragsprogramm unserer Schwestergesellschaft, der Naturforschenden Gesellschaft in Basel NGiB (Programm ansehen).

 

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Datum, Ort

Vortrag

Mi 16.11.2022

h19.00

Museum BL

 

 

 

Fossile Darwin-Wespen - Eine Reise durch die Zeit

Museum BL, Zeughausplatz 28, Liestal

Alexandra Viertler, PhD Studentin Naturhistorisches Museum Basel & Universität Bern

 

Darwin-Wespen gehören zu einer der artenreichsten Familien der Hautflügler (Hymenoptera).

Als Parasitoide repräsentieren sie die Spitze der Nahrungskette. Trotz ihres ökologischen Wertes, weiss man noch sehr wenig über diese Gruppe. Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass noch weniger über ihre Vergangenheit bekannt ist.

Darwin-Wespen existierten bereits vor den Dinosauriern. Ihre Fossilien findet man heute in verschiedenen Sedimenten und in Bernstein. Diese Fossilien sind von grossem Nutzen, um die Vergangenheit der Darwin-Wespen zu rekonstruieren. Frau Viertler und ihre Kolleginnen und Kollegen versuchen im Rahmen ihrer Forschung herauszufinden, welche Auswirkungen das Massensterben vor 66 Millionen Jahren auf diese kleinen Insekten hatte. Bei diesem katastrophalen Ereignis starben unter anderem die letzten Dinosauruer aus, mit Ausnahme der Vögel. In diesem Vortrag möchte die Referentin Sie auf eine Reise durch die Zeit mitnehmen, zurück bis in die Kreidezeit. Dabei zeigt sie auf, welche spannenden Informationen diese Fossilien hergeben.

 

Mi 01.12.2022

h19.00

Museum BL

 

Tierexperimentelle Forschung an der Universität Basel

Dres. med. vet. Bettina Oswald und Susi Heiden, Tierschutzbeauftragte, Universität Basel

 

Die Universität Basel gehört in den Life Sciences zu den weltweit führenden Institutionen. Zum Erfolg der Forschungsprojekte auf diesem Gebiet leisten Tierversuche einen unverzichtbaren Beitrag − trotz grosser Fortschritte bei der Entwicklung von alternativen, tierfreien Methoden.
Bei der Haltung der Tiere und der Durchführung der Versuche verpflichtet sich die Universität Basel zu hohen ethischen und tiergesundheitlichen Standards. Wo immer möglich führen die Forschenden ihre Versuche ohne Tiere durch.

 

 

In diesem Vortrag werden die unterschiedlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Forschung an Tieren an der Universität Basel vorgestellt. Das Ziel ist ein offener und konstruktiver Dialog über dieses Thema. Nach dem Vortrag sind die Teilnehmenden zu einer Diskusionsrunde eingeladen.

 

Do 26.01.2023

h19.00

Museum BL

Einfluss von Koffein auf Schlaf-Wachverhalten und Gehirn

Dr. Carolin Reichert, Stv. Geschäftsleiterin Zentrum für Chronobiologie

Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel

 

Koffein wird weltweit sehr häufig konsumiert, meist in Kaffee oder Softdrinks. Die Konsumentinnen erhoffen sich dabei oft einen Wachmacher-Effekt und eine Verbesserung der Konzentration. Insbesondere Jugendliche geraten mehr und mehr als Zielgruppe ins Fadenkreuz der Werbung für koffeinhaltige Soft-und Energydrinks, die eine Steigerung der Leistungsfähigkeit suggerieren. Aber ist dies überhaupt der Fall? Und wird nicht auch der Schlaf und die innere Uhr gestört und somit die Erholung in der Nacht? Das Referat gibt einen Überblick über die derzeitige Datenlage zu den Einflüssen von Koffein auf die menschliche Schlaf-Wach-Regulation in unterschiedlichen Altersgruppen. Im Rahmen eines Ausblicks wird ebenfalls beleuchtet, inwiefern sich Koffeinkonsum und dessen Einfluss auf den Schlaf auf die Plastizität des Gehirns auswirken könnte und somit möglicherweise weitreichendere Konsequenzen hat als gemeinhin angenommen.

 

Ab 18:30 lädt die NGBL zu einem kleinen Apéro ein.

 

Do 16.02.2023

h19.00

Museum BL

 

Agar-Diffusionstest um die Sensitivität bzw. Resistenz eines Keims gegenüber verschiedenen Antibiotika zu testen.
Foto: CDC/Dr. JJ Farmer

Neue Ansätze zur Bekämpfung antibiotikaresistenter Bakterien

Prof. Christoph Dehio, Molekulare Mikrobiologie, Biozentrum, Universität Basel


Christoph Dehio, Professor für Molekulare Mikrobiologie am Biozentrum der Universität Basel und Direktor des Nationalen Forschungsschwerpunkts «AntiResist»

Infektionen mit Antibiotika-resistenten Keimen stellen im klinischen Alltag eine zunehmende Bedrohung dar. Ohne wirksame Antibiotika werden medizinische Routineeingriffe wie Operationen oder Krebstherapien zum unkalkulierbaren Risiko. Um insbesondere multiresistente Keime in Schach zu halten, benötigen wir dringend neue Wirkstoffe und Behandlungsstrategien. Die jüngste Markteinführung eines Antibiotikums mit neuartigem Wirkprinzip liegt jedoch bereits Jahrzehnte zurück. Die aktuelle Antibiotikaforschung beschreitet neue Wege um die bestehende Innovationslücke zu überwinden. Dies umfasst die Entwicklung von neuartigen Wirkstoffen und Behandlungsstrategien unter Bedingungen wie sie im infizierten Patienten herrschen, anstelle der künstlichen Laborbedingungen die bis anhin in der Wirkstoffforschung verwendet werden. Hierbei wird unter definierten Laborbedingungen die Physiologie der bakteriellen Infektion im menschlichen Körpers mit Hilfe von Mini-Geweben und Organoiden detailliert nachgebildet und diese werden dann zur Erforschung innovativer antibakterieller Therapieansätze verwendet. Um diesen neuartigen Ansätzen zum Durchbruch zu verhelfen bedarf es einer engen Verzahnung der

akademischen Forschung mit R&D Aktivitäten im Biotech- und Pharma-Sektor. Die Schweiz ist hier gut aufgestellt um international eine Führungsrolle einzunehmen.

 

Ab 18:30 lädt die NGBL zu einem kleinen Apéro ein.

 

 

 

Do 9. März 2023

18.30 - 19.30

Blick ins neue Tropenhaus

Foto: J. de Vos

Vier Jahrhunderte Botanischer Universitätsgarten in Basel - vom Rheinsprung 1589 zum neuen Tropenhaus

Tropenhaus Botanischer Garten der Universität Basel

Dr. Jurrian de Vos, Kurator Botanischer Garten und Herbar, Universität Basel

Einer der ältesten öffentlichen botanischen Gärten der Welt ist der botanische Garten der Universität Basel. Er wurde 1589 von Caspar Bauhin, dem ersten Professor für Botanik, gegründet. Von Anfang an, als der Garten noch am Rheinsprung war, enthielt er exotische Pflanzen. Heute ist der botanische Garten fast 435 Jahre alt. Bald beginnt ein neues Kapitel seiner Geschichte. Das Tropenhaus wurde komplett renoviert, um tropische Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung zeigen zu können. Besonders bemerkenswert ist die Erweiterung des Tropenhauses um ein Bergnebelwaldhaus, in dem Pflanzen tropischer Gebirge gezeigt werden.

 

Dieser Anlass beginnt mit einer Präsentation der Geschichte der botanischen Gärten und wird von einer Baustellenbesichtigung des neuen Tropenhauses gefolgt.

Treffpunkt: Foyer Tropenhaus, Botanischer Garten der Universität Basel

Hinfahrt: Haltestelle Spalentor der Linien 3, 30, 33

Anmeldung: bis Montag, 6. März an Brigitte Braschler, e.mail: brigitte.braschler@ngbl.ch

Post: an Brigitte Braschler, Kirchgasse 3, 4124 Schönenbuch, Tel.: 078 925 88 18

Mitglieder geniessen Vorrang, max. Zahl an Teilnehmenden: 30